Zweiter Challengelauf der Extreme Outlaw Rennklasse in Kiskunlachaza

Zweiter Challengelauf der Extreme Outlaw Rennklasse in Kiskunlachaza

Am 9. Juni war es wieder soweit, die Fahrer der Extreme Outlaw Klasse packten ihre Trailer voll und traten erneut den weiten Weg bis ins ferne Ungarn an.

Nach und nach trafen die 5 XO-Teams pünktlich am Freitag zur Mittagszeit am Rennplatz ein. Das ungarische Pustawetter begrüßte uns schon am ersten Tag herzlich mit gefühlten 40°C im Schatten. Gemeinsam mit 5 Super ProET Teams und 8 Teams von ProET war das deutsch/österreichische Fahrerlager bald komplett. Auch die Duschen und der Strom waren schon vor Ort. Die ungarische Organisation war schon ordentlich am präparieren, damit die Strecke einen optimalen Grip hat.

Um 17 Uhr wurde der Dragstrip zum Testen geöffnet, die ProET Fahrer fackelten nicht lange und checkten gleich mal beide Bahnen ab, der Grip war optimal, ein gutes Zeichen für uns. Bei der Fahrerbesprechung wurden einige Details geklärt und die Startzeiten nach unseren eigenen Vorstellungen vereinbart.

Am Samstag Vormittag gings los. Vier Qualiläufe waren geplant und durch die hervorragende Organisation der ungarischen Veranstaltung wurden alle Zeiten penibel eingehalten und auch alle Qualiläufe durchgezogen. Das Zeitfenster der DRU-Läufe war sehr groß, als erster starteten die Fahrer von ProET, danach die Teams der Super ProET Challenge und im Anschluss die Klasse XO.

Beim ersten Qualilauf hatten Kalle Kleider und Carmen Ritscher starke Traktionsprobleme, das Red Line Motors Team musste noch das optimale Setup für die Strecke finden. Peter Ritscher unterstützte seine Frau am Start und Kay hatte im Fahrerlager noch mit diversen Schrauberarbeiten zu kämpfen. Doch Silvio Strauch hatte einen optimalen Lauf und brannte gleich einen neuen Streckenrekord in den Asphalt. Mit einer Zeit von 6,249 Sekunden auf der Viertel Meile zauberte er dem Veranstalter Zoltan Kohari ein riesiges Lächeln ins Gesicht, er konnte es kaum fassen. Beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Rennwochenende.

In der zweiten Qualirunde konnte sich Kalle Kleider gut qualifizieren. Mit einer Zeit von 7,059 Sekunden, 0,259 Sekunden Differenz zum Index, schob sich Karl-Heinz mit seinem Alcohol Funny Car an Platz Eins in der Qualifikation. Carmen Ritscher nutzte die Gelegenheit, das neu abgestimmte Setup bei ihrem Nostalgia Funny Car zu testen, jedoch hatte sie weiterhin starke Traktionsprobleme und musste den Lauf abbrechen. Auch Silvio Strauch brachte die enorme Leistung seines Dragsters nicht auf die Bahn und hatte stark zu kämpfen.

Runde 3 nutzte ausschließlich Kalle, um seinen Top Qualifier Platz zu verteidigen, was er mit einer 6,892 sehr gut hinbekommen hat. In der Qualirunde 4 rafften sich auch die letzten XO Fahrer auf, ausschließlich Kay Erbs. Er hatte gewaltige Probleme und bastelte weiterhin am Motor seines Front Engine Dragsters. Kalle konnte eine Bestzeit mit nur 0,024 Sekunden zum Index erfahren und sicherte sich seinen Platz 1 im Qualifiing, jedoch nicht ohne zu bluten. Im Ziel blockierte sein Tranbreak, die Zuschauer sahen nur mächtigen Qualm hinter der Ziellinie. Kalle reagierte schnell und schaffte es sein Funny Car heil zum stehen zu bringen. Ein Reifen hatte sich komplett bis aufs Gewebe abgefahren, so war das Wochenende für das Knight Rider Team gelaufen.
Dicht gefolgt wurde Kalle von Silvio Strauch mit 0,079 Sekunden Differenz zum Index. Peter Ritscher fuhr nur den letzten Qualilauf mit und konnte sich mit einer top Zeit von 7,685 Sek. gleich auf Rang 3 in der Quali platzieren. Carmen Ritscher folgte auf Rang 4 und Kay Erbs konnte sich leider ohne gültigen Lauf nicht qualifizieren.

Am Abend wurde zum ersten Mal eine Hangarparty mit gewaltigem Feuerwerk veranstaltet. Eine echt coole Athmosphäre und weit genug weg vom Renngeschehen, damit die Fahrer ihren Schlaf auch genießen konnten.

Am Sonntag waren für die Klassen ProET und Super ProET noch ein weiterer Qualiläuf geplant, die XO Teams einigten sich jedoch darauf 3 Eliminationläufe zu fahren.

Zu den Finalläufen schaffte es Kay Erbs mit seinem Dragster nach langen Nachtschichten endlich auf die Strecke. Leider konnte er jedoch den Vorsprung der anderen Fahrer nicht mehr einholen und hatte wiederrum Probleme mit seinem Motor. Peter Ritscher fuhr den ersten Eli Lauf und jagte uns einen ziemlichen Schrecken ein. Perfekter Start, jedoch dann flog ein langes Teil aus der Motorhaube. Gott sei Dank nur ein gerissener Blower Belt. Silvio Strauch musste seinen zweiten Eliminationlauf abbrechen, weil er einen brutalen Tireshake hatte.
Carmen Ritscher nutzte alle drei Ausscheidungsläufe und konnte endlich ihr Funny Car perfekt auf die Strecke abstimmen, sie ballerte gleich beim zweiten Lauf eine Zeit vom 8,053 in den Asphalt, unterbot ihren Index um 0,147 Sekunden. Beim letzten Lauf toppte sie ihre Zeit noch ein weiteres mal und fuhr eine 7,638.

Ein spektakuläres Wochenende, mit einem neuen Streckenrekord von Silvio Strauch, jedoch leider auch einiges an Materialmord. Doch die Extreme Outlaw Teams sind zufrieden, wir konnten einige gute Zeiten auf einer top präparierten Strecke mit einer sehr guten Organisation fahren. Wir freuen uns, nächstes Jahr wieder live mit dabei zu sein.

Euer XO-Orga Team